Glossar der in der Perlenzucht verwendeten Begriffe

Der Perlenanbau verwendet eine Reihe technischer Begriffe, von denen es wichtig ist, die Bedeutung zu kennen, bevor Sie in diese Welt abtauchen.

Hier sind die wichtigsten Wörter in der Sprache der Perlenanbauer:

- Aragonit: Calciumcarbonat (CaCO3), Bestandteil der Muschelschalen und wesentliches Material für die Perlenbildung.

- Farm: An Land und im Wasser gelegene Anlagen zur Produktion von Zuchtperlen. Man spricht oft von „Farmen“, bezeichnet die Betreiber jedoch eher als Perlenzüchter denn als Bauern.

Farm

- Keshi: In gewisser Weise eine „missratene Perle“, da es vorkommt, dass die Auster den Kern abstößt und nur das Transplantat behält. Dieses, ohne feste Form, löst die Bildung von Aragonit aus; das Perlmutt erzeugt dann eine natürliche, kernlose Perle variabler Form.

- Kollektor: Künstliche Vorrichtung (Baumstämme, Miki-Miki-Bündel, Gitter, Netze usw.), die es ermöglicht, die frei schwimmenden Larven der Perlaustern - die sogenannten Jungmuscheln - anzusiedeln.

Kollektor

- Konchylien: Organisches Material, das sich in kleinen Mengen in der Perle befindet (etwa 5 %). Dient als Gerüst für die Aragonitkristalle.

- Larven: Schwimmende Larven von Muscheln (Austern, Perlaustern, Miesmuscheln), bevor sie sich festsetzen. Der Begriff bezeichnet auch junge Perlmuscheln, die sich nach Abschluss der Larvenphase an Sammlern fixiert haben.

- Glanz: Bezeichnet die Oberflächenhelligkeit einer Perle unter direktem Licht. Nicht zu verwechseln mit dem Orient, der aus tieferen Schichten kommt.

- Mabe: Halbkugel-Perle, die entsteht, wenn ein Kern an die Innenseite der Muschel unter den Mantel gesetzt wird.

Mabe

- Mantel: Bei einem Weichtier Hautfalten, die die viszerale Masse bedecken und die Schale abscheiden, ohne sich mit ihr zu verbinden.

- Nach-Greffe: Vorgang, bei dem eine Perle nach der ersten Transplantation entnommen und sofort ein größerer Kern in den Perlensack eingesetzt wird, um eine zweite, größere Perle zu erzeugen.

- Nukleus: Kleine Kugel, hergestellt aus der Schale von Süßwassermuscheln aus dem Mississippi. Er wird zusammen mit dem Transplantat in die Auster eingesetzt.

Nukleus

- Orient: Das irisierende Farbspiel einer Perle, das davon abhängt, wie die Aragonitschichten um den Kern gelagert sind. Manche Perlen zeigen nur schwachen Orient (matt), andere haben einen sehr intensiven Orient mit tiefem Lichtspiel.

- Perle: Meist runde, glänzende und harte Bildung aus Perlmutt, die sich in konzentrischen Schichten um einen Fremdkörper in Süß- oder Salzwassermuscheln bildet.

- Echte Perle: Eine Perle, die spontan ohne menschliches Eingreifen entsteht.

- Perlentasche: Tasche, die sich durch das Transplantat im Inneren der Gonade bildet und in die der Kern eingeführt wird.

- Station: Unterwasseranlagen in der Lagune, zwischen Oberfläche und Meeresboden, in denen Austern für die Transplantation oder nach der Verpflanzung wachsen.

Station

- Transplantation: Vom Menschen durchgeführter Eingriff, bei dem ein Kern und ein Transplantat in die Gonade einer Auster eingesetzt werden, um eine Perle zu erzeugen. Ein Grafter bearbeitet etwa 300 bis 600 Austern pro Tag.

Transplantation

- Transplantat: Gewebestück aus dem Mantel einer Spenderauster, das zusammen mit dem Kern in die Gonade eingesetzt wird. Es „wächst an“ und bildet die Perlentasche.

Transplantat

- Transplantationshütte: Kleines Gebäude, oft auf Stelzen, das zu jeder Farm gehört und in dem die Grafter die Austern bearbeiten.

Transplantationshütte

- Trennung: Vorgang, bei dem junge Perlmuscheln voneinander gelöst werden, wenn sie sich ungeordnet an Sammlern angesiedelt haben. Danach wird jede Auster gereinigt, gebohrt und an einer Station aufgehängt, bis sie groß genug für eine Transplantation ist.

- Verpflanzung: Operation, bei der ein Kern und ein Transplantat in eine Auster eingesetzt werden, damit sich eine Perle bildet. Ein Züchter bearbeitet täglich etwa 300 bis 600 Austern.

Wunderschöne Perlen von Tahiti - Taaroa Bijoux