Diese Initiative ist Teil einer umfassenden Strategie zur Entwicklung der Perlmuttbranche, mit dem Ziel, lokale Lösungen für die Aufwertung der Pinctada margaritifera-Muscheln zu finden, die derzeit lose exportiert werden.

Die DRM prüft mehrere Ansätze, um diese Ressource in Produkte mit hoher Wertschöpfung zu verwandeln – etwa die Nutzung von Perlmutt-Derivaten in der Landwirtschaft zur Herstellung von Düngemitteln oder Nahrungsergänzungen für Legehennen, die Integration von Perlmutt in das Kunsthandwerk oder die Schaffung einer lokalen Produktionskette zur Herstellung von Nuklei aus Perlmuttpulver. Eine der größten Herausforderungen bleibt jedoch, zuverlässige und ausreichende Quellen zu identifizieren, um diese neuen Verwertungsketten zu versorgen.

Zu diesem Zweck hat die DRM Ende September eine Erhebung gestartet, um die an Land gelagerten Perlmuttbestände in den 349 aktiven Perlenfarmen Polynesiens zu erfassen. Die Vorsitzenden der lokalen Perlenzucht-Komitees arbeiten eng mit den Fachleuten der Branche zusammen, um ein genaues Inventar der Bestände zu erstellen. Ziel ist es, bis zum 26. Oktober eine vollständige Schätzung vorzulegen.

Derzeit wirft die Frage der Perlmuttbestände mehrere Fragen auf. Obwohl die Schalen aus der Perlenzucht seit den 1980er-Jahren exportiert werden und den Produzenten bescheidene Einnahmen bringen, konzentriert sich die DRM nun auf lokalere und profitablere Lösungen als den Massentransport nach Asien. Zwischen 2014 und 2020 exportierte Polynesien durchschnittlich 1 604 Tonnen Perlmutt pro Jahr, mit 1 299 Tonnen im Jahr 2020, was einen Umsatz von 183 Millionen FCFP einbrachte. Der durchschnittliche Preis pro Kilo Perlmutt liegt bei 141 FCFP, deutlich über dem Durchschnitt von 124 FCFP/kg seit 2014.

Auch wenn die an Land gelagerten Bestände größtenteils aus beschädigten oder fehlerhaften Muscheln bestehen, die nicht direkt vermarktet werden können, bleibt die DRM optimistisch, rentablere und nachhaltigere Lösungen für die Nutzung dieser lokalen Ressource zu finden. Die Ergebnisse der laufenden Untersuchung dürften entscheidende Daten liefern, um diese Überlegungen in Richtung einer effizienteren lokalen Entwicklung des tahitianischen Perlmutts zu lenken.