Die neuesten Informationen über die Perlenzucht auf Tahiti

Dienstag 7 September 2021

Krise der Perlenzucht in Tahiti: Rückgang der Exporte und Mangel an Greifern


Dieser alarmierende Rückgang wird laut Mia Williams, Präsidentin des Verbands der kleinen und mittleren Perlenzüchter Französisch-Polynesiens (SPMPPF), größtenteils der Pandemie zugeschrieben.

Auch der Exportpreis pro Gramm Perle erlitt einen historischen Rückgang: von 600 FCFP im Jahr 2018 auf nur noch 270 FCFP im Jahr 2020. Ferdinand Ching, Perlenhändler, erklärt, dass dieser Preisverfall teilweise auf die Verschlechterung der Perlenqualität zurückzuführen ist, die durch Faktoren wie Lagunenverschmutzung und Überproduktion verursacht wird.

Die Situation wird zusätzlich durch den Mangel an Greifern verschärft – ein zentrales Problem für die lokalen Produzenten. Das Ausbleiben der chinesischen Greifer, die in China festsaßen, hatte direkte Auswirkungen auf die Produktion und führte zu einem deutlichen Rückgang der Perlenproduktion. Im Jahr 2020 sank zudem die Zahl der Produzenten um 80 im Vergleich zu 2018.

Trotz dieser Schwierigkeiten bleiben die Fachleute der Branche optimistisch und betonen, dass eine schnelle Lösung des Greifer-Mangels entscheidend ist, um das Überleben und die Zukunftsfähigkeit der Perlenzuchtindustrie in Polynesien zu sichern.

Donnerstag 2 September 2021

Bilanz der Krise im Perlen-Sektor in Polynesien: 2019–2020 und Ausblick auf 2021


Laut den neuesten Studien des Instituts für Statistik von Französisch-Polynesien (ISPF) begann die Krise lange vor Covid-19, mit ersten Anzeichen des Rückgangs bereits im Jahr 2018.

Die Zahlen sind besorgniserregend: Die Zahl der Perlenmuschelproduzenten sank 2020 um 8 % nach einem Rückgang von 1 % im Jahr 2019, und die Nutzflächen gingen innerhalb von drei Jahren um 12,7 % zurück. Auch die Perlenproduktion fiel um 26 % und ging von 9,1 Millionen auf 6,7 Millionen nach der Produktion kontrollierte Perlen zurück.

Der Preis für Rohperlen brach zwischen 2019 und 2020 um 51 % ein, von 485 FCFP auf nur noch 270 FCFP, hauptsächlich aufgrund der sinkenden Nachfrage auf den Weltmärkten und der Schließung der Handelsverbindungen mit Asien. Die Exporte gingen in drei Jahren um 70,4 % zurück, mit einem Rückgang um die Hälfte im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019, was nur noch 2,4 Milliarden FCFP entsprach.

Trotz dieser alarmierenden Ergebnisse deuten die ersten Daten für 2021 auf eine leichte Erholung hin, mit Exporten, die bereits über dem Niveau von 2020 liegen. Diese Anzeichen einer Erholung geben einen Hoffnungsschimmer für die Zukunft des Sektors, auch wenn strukturelle Reformen notwendig bleiben, um die Branche langfristig zu stabilisieren.

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