Die vorübergehende Aussetzung der Erteilung von Arbeitserlaubnissen für chinesische Staatsangehörige, kombiniert mit der Empfehlung an derzeit in China befindliche Arbeitskräfte, ihre Rückkehr zu verschieben, könnte direkte Auswirkungen auf die Perlenproduktion haben.

Diese Entscheidungen werden zwar aus gesundheitlicher Sicht akzeptiert, schwächen jedoch eine Branche, die bereits unter Druck steht. Die Mehrheit der Perlengreifer – ein wesentliches Glied der Produktionskette – stammt aus China und kehrt traditionell zum chinesischen Neujahrsfest in ihr Heimatland zurück. Ihre ungewisse Rückkehr lässt Verzögerungen in den Produktionsabläufen befürchten.

Rainui Sanquer, Präsident des GIE Poe no Raromatai, erinnert daran: „Ohne Greifer gibt es keine Produktion“, und betont die Dringlichkeit, eine Lösung zu finden.

Ähnliche Bedenken äußern die Händler. Sabine Lorillou, Präsidentin des Syndicats der Händler für Tahiti-Zuchtperlen, befürchtet mögliche Lieferengpässe: „Es könnte zu einer leichten Unterbrechung des Versorgungstakts kommen, das ist sicher. Das stellt also ein Problem dar…“

Sollten die Einschränkungen länger als drei bis vier Monate andauern, könnten die Folgen für einen Sektor, der bereits von der Marktvolatilität betroffen ist, gravierend sein. Ein Wettlauf gegen die Zeit scheint begonnen zu haben, um ein fragiles Gleichgewicht in der Perlenwirtschaft Französisch-Polynesiens zu bewahren.