Die neuesten Informationen über die Perlenzucht auf Tahiti

Donnerstag 19 Oktober 2023

Perlenbetrugsfall: Falscher Händler und Geschäftsfrau schwer verurteilt


Ein 70-jähriger Rentner, ehemaliger Mitarbeiter der OPT, wurde zu drei Jahren Haft, davon sechs Monate unbedingt, verurteilt, weil er ohne die gesetzlich vorgeschriebene Händlerkarte illegal Perlen gekauft hatte. Seine Komplizin, eine erfahrene Juwelierin, erhielt sechs Monate Haft auf Bewährung wegen Hehlerei.

Zwischen Dezember 2018 und Februar 2019 hatte der Rentner mehrere Posten Perlen im Wert von über 20 Millionen FCFP von Produzenten in Polynesien erworben. Angespornt durch eine zuvor sehr lukrative Investition stieg er ohne Genehmigung in den Perlenhandel ein und bediente sich betrügerischer Methoden: Versprechen von Überweisungen, die nie ausgeführt wurden, Teilzahlungen in bar, gefälschte Überweisungsaufträge und sogar die Einbindung eines Komplizen am Telefon, um die Verkäufer zu beruhigen.

Diese betrügerischen Machenschaften brachten mehrere Perlenzüchter in Schwierigkeiten, von denen einige sogar die Schulbildung ihrer Kinder gefährdet sahen. Die chinesische Geschäftsfrau, die seit mehreren Jahren in der Branche tätig war, wurde schuldig gesprochen, Perlen von diesem falschen Händler gekauft zu haben, ohne die Rechtmäßigkeit seiner Aktivitäten zu überprüfen.

Der Staatsanwalt sprach von der „Spitze des Eisbergs“ und wies auf die Existenz eines schwer zu kontrollierenden Parallelmarktes hin. Das Gericht ordnete die solidarische Rückzahlung von mehr als 18 Millionen FCFP an die Opfer an.

Freitag 30 Dezember 2022

Neue Regelung der Produktionsquoten für Perlenzüchter


Künftig wird die Quote nach folgender Formel berechnet:

Q = R × S(1 + p)

Dabei gilt:

Q = individuelle Produktionsquote,
R = maximaler Ertrag pro Hektar,
S = individuell genehmigte Fläche pro Betrieb,
p = spezifischer Gewichtungsfaktor.

Der maximale Ertrag (R) pro Hektar wurde für das Jahr 2023 auf 2 500 Perlen festgelegt, entsprechend den Entscheidungen, die in der Sitzung des Perlenzuchtrates am 10. Juni getroffen wurden.

Diese neue Regulierung soll die Perlenproduktion in Französisch-Polynesien besser steuern, indem sie die Quoten an die Produktionskapazitäten und die verfügbaren Flächen anpasst und gleichzeitig individuelle Anpassungen berücksichtigt, die den Besonderheiten jeder Perlenfarm gerecht werden.

Mittwoch 25 Mai 2022

Rechtsstreit um die Vernichtung von Perlen in Französisch-Polynesien könnte das Land teuer zu stehen kommen


Diese Maßnahme wurde jedoch als illegal eingestuft, was zu einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten führte, die zugunsten der Produzenten und Händler ausgingen, die nun Schadensersatz fordern.

1. Kontext und juristische Reaktionen

Im Januar und März 2021 hatten bereits zwei Perlenzüchter vor Gericht Erfolg. Nun fordern fünfzehn weitere Perlenzüchter Entschädigung für die Vernichtung von fast 585 000 Perlen. Der Anwalt der Kläger schätzt, dass diese rechtswidrige Praxis über mehrere Jahre andauerte und möglicherweise Millionen von Perlen seit 2005 zerstört wurden – was die finanzielle Belastung für das Land weiter erhöht.

2. Entschädigung und Wert der Perlen

Der Wert der zerstörten Perlen steht im Zentrum der Auseinandersetzung. Das Verwaltungsgericht von Papeete hatte im März 2021 den Wert mit 575 FCFP pro Gramm Perle festgesetzt. Doch das Pariser Verwaltungsberufungsgericht korrigierte diese Schätzung auf 250 FCFP pro Gramm, was eine Anpassung der Entschädigungen zur Folge hatte. Der Berichterstatter schlug für die neun verbleibenden Fälle Entschädigungen zwischen knapp 1 Million und 37 Millionen FCFP vor – je nach der betroffenen Perlenmenge pro Fall.

3. Gesamthöhe der Entschädigung

Folgt das Gericht den Empfehlungen des Berichterstatters, könnte die Gesamtsumme der Entschädigungen für die neun verbleibenden Fälle 96,5 Millionen FCFP erreichen. Zusammen mit den bereits zugesprochenen Entschädigungen könnte die Gesamtbelastung für das Land fast 100 Millionen FCFP betragen.

4. Auswirkungen auf den Perlenzuchtsektor

Dieser Fall macht die Probleme in der Verwaltung und Regulierung des Perlenzuchtsektors deutlich, insbesondere im Hinblick auf das Management und die Vorschriften für Perlen. Die Perlenzüchter, die wertvolle Produkte verloren haben, kämpfen nun um Entschädigung und verweisen auf mangelnde Klarheit und Fairness bei den Verwaltungsentscheidungen. Sollte die Entschädigung wie vorgeschlagen zugesprochen werden, könnte sie eine wichtige Unterstützung für diese Produzenten darstellen, die ihrer Produktion beraubt wurden, ohne eine angemessene Entschädigung erhalten zu haben.

Die endgültige Entscheidung in diesem Fall wird für den 7. Juni erwartet und könnte erhebliche Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen sowie auf die Wahrnehmung der Produzenten in Bezug auf die Verwaltung des Perlenzuchtsektors durch das Land haben.

Dienstag 7 Dezember 2021

Kampf gegen Schwarzarbeit in der Perlenzucht: Dringender Handlungsaufruf in Polynesien


Dieser Bericht, veröffentlicht von Tahiti Infos, konzentriert sich auf die Beschäftigungsbedingungen im Perlensektor und empfiehlt vorrangig, bereits 2021 einen Plan zur Bekämpfung der Schwarzarbeit in diesem Bereich einzuführen.

Einer der wichtigsten Punkte des Berichts betrifft die Schwierigkeit, die Zahl der Arbeitsplätze im Perlensektor genau zu bewerten. Die CTC weist darauf hin, dass das Fehlen eines spezifischen Codes für Perlenzucht-Arbeiter in der Nomenklatur des Instituts für Statistik in Französisch-Polynesien (ISPF) die Berechnungen erschwert, da sie mit den Beschäftigten der Aquakultur zusammengefasst werden. Nach Bereinigung der Daten um Arbeiter der Garnelen- und Fischzucht schätzt der Bericht, dass die jährliche Durchschnittszahl der Arbeitsplätze in der Perlenzucht zwischen 2015 und 2019 etwa 894 betrug. Dieser Wert wird jedoch als zu niedrig angesehen, gemessen an der Anzahl der Perlenfarmen und der genutzten Flächen.

Darüber hinaus empfiehlt die CTC, neben den gemeldeten Arbeitnehmern auch die Produzenten mit Berufsausweisen einzubeziehen, deren Zahl im Jahr 2020 bei 648 lag. Dennoch besteht eine große Diskrepanz zwischen diesen Zahlen und den offiziellen Angaben der Branche. Präsident Édouard Fritch hatte Ende 2020 eine Schätzung von 2 500 bis 3 000 Arbeitsplätzen genannt. Trotz dieser Anpassungen zeigt der Bericht, dass im Jahr 2020 – einem von der Pandemie geprägten Jahr – nur 445 Beschäftigte tatsächlich in der Aquakultur und Perlenzucht offiziell gemeldet waren.

Ein weiteres zentrales Ergebnis des Berichts ist die weite Verbreitung der Schwarzarbeit: Mehr als die Hälfte der Arbeitskräfte in der Branche haben weder Arbeitsverträge noch sozialen Schutz. Obwohl diese Situation von den Behörden anerkannt wird, ist dringendes Handeln erforderlich. Deshalb empfiehlt die CTC einen umfassenden Plan zur Bekämpfung der Schwarzarbeit in der Perlenzucht, der bereits 2021 umgesetzt werden soll, um die Arbeiter zu schützen und die Transparenz in der Branche zu verbessern.

Mittwoch 3 März 2021

Affäre um Ausschussperlen: Droht dem Land eine neue Verurteilung in Höhe von 7,5 Millionen FCFP?


Das Verwaltungsgericht hat eine Klage der Gesellschaft Toanui Pearls geprüft, deren 14 175 Perlen im März 2017 zerstört wurden – kurz vor Inkrafttreten des Gesetzes, das ihren Verkauf erlaubte.

Dieser Fall erinnert an ein erstes Verfahren, das im Januar entschieden wurde, bei dem das Land verurteilt wurde, einem Händler 30 Millionen FCFP als Entschädigung für die Vernichtung von über 120 000 Perlen zu zahlen, die damals als unverkäuflich galten.

In beiden Fällen stellte die Justiz das Fehlen einer rechtlichen Grundlage für diese Vernichtungen fest.

Im aktuellen Verfahren fordert Toanui Pearls zwar 14 Millionen FCFP, doch der öffentliche Berichterstatter schätzt den tatsächlichen Schaden auf 7,5 Millionen FCFP, da die betroffenen Perlen als marktfähig angesehen werden und einen Handelswert hatten.

Das endgültige Urteil wird für den 16. März erwartet.

Dieser neue Fall könnte das Gefühl rechtlicher Unsicherheit bei den Fachleuten der Branche weiter verstärken – einer Branche, die bereits seit Jahren unter der Krise leidet.

Dienstag 26 Januar 2021

Zerstörung von Perlen: Das Land wird zur Zahlung von 30 Millionen FCFP an einen Händler verurteilt


Damals stützte sich diese Vernichtung auf einen Beschluss aus dem Jahr 2005, der den Verkauf und die Ausfuhr von als unvollkommen eingestuften Perlen untersagte. Doch das Gericht entschied: Diese rechtliche Grundlage war „in diesem Punkt völlig gesetzlos“.

Das Gericht stellte fest, dass das Land nicht berechtigt war, Eigentum einer Gesellschaft zu beschlagnahmen und zu zerstören, da dies eine Verletzung ihres Eigentumsrechts darstellt.

Ursprünglich hatte Raipoe International 86 Millionen FCFP gefordert. Das Gericht setzte die Entschädigung schließlich auf 30 Millionen fest, wobei ein wesentlicher Faktor berücksichtigt wurde: das Inkrafttreten eines neuen Gesetzes wenige Monate später, das den Verkauf dieser Perlen erlaubte. Diese Gesetzesänderung führte zu einem Preisverfall, wodurch der finanzielle Schaden gemindert wurde.

Dieses Urteil macht eine paradoxe Situation deutlich: Das Land wird verurteilt, weil es auf der Grundlage eines rechtswidrigen Textes gehandelt hat, während die spätere Regulierung der Situation die wirtschaftlichen Folgen abgeschwächt hat.

Dienstag 7 Mai 2019

Reform der Perlenzucht in Polynesien: Die Kategorie E im Zentrum der Kontroversen


Laut Mia Williams, Präsidentin des Verbandes, bedroht diese neue Gesetzgebung direkt den weltweiten Ruf der Tahiti-Perle.

Die umstrittene Kategorie E

Im Mittelpunkt der Kontroverse steht die Schaffung der „Kategorie E“, die ohne klare Qualitätskriterien eingeführt wurde. Für die Fachleute droht diese unklare Klassifizierung, das Bild der Exzellenz, das die polynesische Perle umgibt, zu verwischen. Farbe, Glanz, Form, Dicke der Perlmuttschicht – all diese Kriterien, die historisch den Wert dieser Naturjuwelen garantierten, werden durch eine als unpräzise empfundene Reform infrage gestellt.

Forderungen der Züchter

Der SPMPF, unterstützt vom GIE Toaura unter dem Vorsitz von Marcelle Howard, fordert eine Überarbeitung des Gesetzestextes. Sie verlangen die ersatzlose Streichung der Kategorie E sowie eine Verstärkung der Qualitätskontrollen beim Export – eine Maßnahme, die als unerlässlich angesehen wird, um die Integrität des polynesischen Produkts auf den internationalen Märkten zu bewahren.

Weitere Streitpunkte

Ein weiteres Anliegen betrifft die Senkung der zulässigen Dicke der Perlmuttschicht, die den Verkauf von noch unreifen Perlen begünstigen könnte und langfristig zu einer schädlichen Überproduktion führen würde. Ein Argument, das Aline Baldassari vom Berufsverband der Perlenproduzenten zurückweist. Sie erinnert daran, dass die chinesische Nachfrage – der wichtigste Absatzmarkt für die Tahiti-Perle – bereits rückläufig ist. Ihrer Ansicht nach ist die Reform, obwohl sie unvollständig ist, ein notwendiger Schritt zu einer besseren Strukturierung der Branche.

Ein entscheidender Wendepunkt

Zwischen der Angst vor einem Qualitätsverlust und der Hoffnung auf einen strukturierten Neuanfang steht die polynesische Perlenzucht heute an einem entscheidenden Scheideweg. Die kommenden Änderungen des Gesetzes könnten die Zukunft – und das Image – der Tahiti-Perle maßgeblich bestimmen.

Montag 21 Januar 2019

Diebstahl von Hochwertigen Perlen: Spektakuläre Aktion des Zolls von Faa’a


Auf der Grundlage präziser Informationen der Grenzpolizei (PAF) wurden zwei chinesische Angestellte einer Perlenfarm, die über Japan in ihre Heimat reisen wollten, von den Zollbeamten abgefangen.

Verborgene Schmuggelware entdeckt

Nach einer gründlichen Kontrolle entdeckten die Beamten, dass die beiden Frauen heimlich Perlen transportierten. Die erste versteckte 561 Perlen und 27 Keishis in ihrer Unterwäsche, während die zweite 346 Perlen auf die gleiche Weise verborgen hatte. Diese Perlen, von außergewöhnlicher Qualität und hohem Wert, waren direkt aus der Perlenfarm gestohlen worden, was dem betroffenen Unternehmen erheblichen Schaden zufügte.

Strenge Kontrollen für den Perlenhandel

Die geschmuggelte Ware wurde beschlagnahmt und wird demnächst von einem Experten bewertet. Es sei daran erinnert, dass der Perlenhandel in Französisch-Polynesien einer strengen Regulierung unterliegt, um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten und eine für die lokale Wirtschaft essenzielle Branche zu schützen. Der Export von Perlen muss spezifische Formalitäten erfüllen, wobei der Zoll eine zentrale Rolle bei der Überwachung spielt.

Juristische Folgen erwartet

Der Eigentümer der Perlenfarm hat Anzeige wegen Diebstahls erstattet, und ein Gerichtsverfahren wurde eingeleitet. Die strafrechtlichen Konsequenzen für die Täterinnen dieses Diebstahls könnten erheblich sein.


Vol de Perles de Haute Valeur : Opération Musclée des Douanes de Faa’a

Dienstag 18 Dezember 2018

Wichtige Reform für die Perlenzucht in Tahiti: Neuer Aufschwung für die Perlenindustrie


Diese Initiative ist Teil einer umfassenden gesetzlichen Reform, die im Juli 2017 verabschiedet wurde und der Perlenzuchtindustrie in Polynesien neuen Schwung verleihen soll.

Seit mehreren Jahren befand sich die Perlenbranche in einer Krise, die eine grundlegende Überarbeitung der Gesetzgebung erforderlich machte, um den Herausforderungen vor Ort besser gerecht zu werden. Das im Juli 2017 veröffentlichte Gesetz wurde entwickelt, um die beruflichen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Produktion und dem Handel von Perlen- und Muschelprodukten zu regulieren. Sein Hauptziel ist eine nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource und der Schutz der Umwelt – eine entscheidende Voraussetzung für die Zukunft dieser Industrie.

Aline Baldassari, Präsidentin der TPAFP, betont die Bedeutung dieser Reform, die sie als unverzichtbare Antwort auf die Forderungen der Fachleute und die Herausforderungen der Vermarktung sieht. Die Reform soll zudem die oft als hinderlich empfundenen Verwaltungsverfahren vereinfachen und den Perlenzüchtern die Arbeit erleichtern.

Das Gesetz, das im Juli 2017 verabschiedet und bis September 2018 durch 12 Verordnungen ergänzt wurde, führt mehrere wesentliche Maßnahmen ein, um die Perlenzucht zu strukturieren. Dazu gehören die Pflicht zur Meldung der Produktionsmengen, die Ausstellung von Berufskarten für jeden Tätigkeitsbereich sowie verpflichtende Erklärungen zu Beständen, Käufen und Verkäufen. Eine weitere zentrale Maßnahme ist die Notwendigkeit, vor dem Import von Nuklei eine technische Genehmigung einzuholen, um deren Qualität und Konformität sicherzustellen.

Zu den weiteren Bestimmungen gehören die Pflicht zur Entschalung der Perlaustern vor dem Transfer, die Einführung von Produktionsquoten sowie die Festlegung von ökologischen und verwaltungstechnischen Obergrenzen. Auch die Bewertung der Perlmuttschicht der Zuchtperlen ist nun vorgeschrieben, um die Qualität zu sichern. Darüber hinaus sieht die Reform die Schaffung eines Perlenzuchtrats und lokaler Verwaltungskomitees vor, um die Governance der Branche zu stärken.

Obwohl die positiven Effekte dieser Reform noch zwei bis drei Jahre benötigen, um sich vollständig zu entfalten, stellt sie eine echte Revolution für den Sektor dar. Ziel ist es, die Perlenzuchtbranche wiederzubeleben und das Image der Tahiti-Perle international aufzuwerten. Der Erfolg dieser Reform wird von der Anpassungsfähigkeit der Fachleute und dem Engagement aller Akteure abhängen, um die Nachhaltigkeit und den Wohlstand dieses Schlüsselbereichs für Polynesien zu sichern.

Freitag 14 Dezember 2018

Schutz der Tahiti-Perle vor Fälschungen: Eine strategische Antwort auf die chinesische Bedrohung


Diese Praxis stellt eine erhebliche Bedrohung für den Ruf und die Authentizität der Tahiti-Perle dar. Laut Aline Baldassari, Präsidentin der Tahitian Pearl Association of French Polynesia (TPAFP), sind diese Fälschungen inzwischen so täuschend echt, dass selbst Fachleute Schwierigkeiten haben, sie zu unterscheiden – ein ernstes Risiko für die Verbraucher.

Obwohl technologische Lösungen zur Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit geprüft wurden, stoßen diese Initiativen auf wirtschaftliche Hürden. Als Antwort auf diese Situation schlägt die TPAFP die Schaffung eines eigenständigen Labels vor, um die Tahiti-Perle auf dem internationalen Markt zu schützen. Dieses Label soll die Herkunft und Qualität der Perlen garantieren und strenge Kriterien festlegen, wie die Verwendung eines echten Nukleus und von Perlmutt, das ausschließlich aus den Tuamotu-Inseln stammt.

Die Zertifizierung wird in Frankreich erfolgen und durch europäisches Recht geschützt sein. Ziel ist es, das authentische Image der Tahiti-Perlen zu stärken und das Vertrauen der Verbraucher weltweit zu sichern. Parallel dazu sollen in Hongkong Kontrollkampagnen durchgeführt werden, um eine missbräuchliche Verwendung der Marke „Perle de Tahiti“ durch Hersteller von falschen schwarzen Perlen zu verhindern.

Mit diesem Vorgehen will die TPAFP die Integrität der tahitianischen Perlenzucht bewahren und sicherstellen, dass die auf den internationalen Märkten verkauften Perlen ihre echte Herkunft nachweisen können.

Montag 3 Juli 2017

Regulatorische Reform in der Perlenzucht: Staatsrat billigt neuen Rechtsrahmen teilweise


Am 28. Juni fällte der Staatsrat eine wichtige Entscheidung, in der er den Großteil dieses Gesetzes bestätigte, jedoch vier Artikel, die die Schmuckhandwerker betrafen, verwarf. Infolgedessen wird das Gesetz, dessen Verkündung ursprünglich vor dem 10. Juli geplant war, ohne die beanstandeten Artikel in Kraft treten.

Hintergrund der Entscheidung

Die Entscheidung folgt auf eine Anfechtung des Gesetzes durch die Gesellschaft Pearly Investissements. Tearii Alpha, Minister für die Entwicklung der Primärressourcen, stellte klar, dass das Gesetz trotz der Aufhebung dieser vier Artikel innerhalb der nächsten zehn Tage verkündet wird. Die Regierung kündigte zudem an, rasch Maßnahmen zu ergreifen, um die Umsetzung der Reform bereits im Juli sicherzustellen.

Neue Regelungen und Ziele

Parallel dazu wird eine neue Gesetzgebung eingeführt, um den Straßenverkauf rund um den Markt zu regulieren, mit dem Ziel, diesen Bereich zu organisieren und gleichzeitig die Tätigkeit der Schmuckhandwerker zu schützen. Das übergeordnete Ziel der Reform ist es, das Image der Tahiti-Zuchtperle aufzuwerten, die Professionalisierung des Sektors zu fördern und strenge Regeln für das Ressourcenmanagement einzuführen.

Wichtige Schwerpunkte der Reform

Tearii Alpha betonte die Bedeutung der Nachverfolgbarkeit des Nukleus – von seiner Herstellung bis zur exportierten Perle – um den Exportprozess zu vereinfachen. Das Gesetz sieht außerdem Quoten, Umwelt- und Gesundheitsnormen sowie Transparenzregeln für Händler vor. Trotz der teilweisen Aufhebung äußerte der Minister seine Zufriedenheit über die Entscheidung des Staatsrates und kündigte Sensibilisierungs- und Informationskampagnen in den Perleninseln an, um die Fachleute auf diese neue Organisation des Sektors vorzubereiten.

Dienstag 30 Mai 2017

Gerichtsentscheidung: EURL Raipoe International erhält Entschädigung für die Vernichtung von Perlen durch das Land

Das Hauptargument des Händlers war, dass diese Perlen, selbst wenn sie als Ausschuss betrachtet wurden, einen Marktwert hatten, insbesondere wenn ihre Mängel weniger als die Hälfte ihrer Oberfläche betrafen und sie als gesägte Kulturperlen vermarktet werden konnten.

Urteil des Gerichts

Das Gericht erkannte die Qualitätskontrolle des Perlenzucht-Dienstes an, stellte jedoch auch fest, dass der Eigentumsentzug durch die Vernichtung der Perlen gemäß Artikel 17 der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 entschädigt werden müsse. Gleichzeitig befand das Gericht jedoch, dass das Unternehmen nicht nachweisen konnte, dass die vernichteten Perlen zumindest teilweise kommerziell verwertet werden konnten.

Endgültige Entscheidung

Das Gericht entschied daher, dass Französisch-Polynesien der EURL Raipoe International eine Entschädigung in Höhe von 10.297.782 F CFP für den Eigentumsentzug von 323.080 Perlen, die am 17. Mai 2016 vernichtet wurden, zahlen muss.

Mittwoch 14 Dezember 2016

Reform der Perlenzucht in Tahiti: Gesetzesentwurf nach hitzigen Debatten verabschiedet


Diese Reform löste lebhafte Debatten unter den Mitgliedern der Versammlung aus, die unterschiedliche Meinungen über die Auswirkungen dieser Gesetzgebung auf den Perlenzuchtsektor äußerten.

Debatten im Parlament

Die Diskussionen wurden hauptsächlich von der Gruppe Rassemblement pour une majorité autonomiste (RMA) dominiert, die den Gesetzesentwurf unterstützte. Charles Fong Loi, Vertreter der Gruppe, lobte die Initiative und betonte, dass sie auf die aktuelle Krise des Sektors reagiere. Er hob die Bedeutung des Schutzes der Lagunen und der Schaffung beratender Ausschüsse hervor, um die lokalen Akteure stärker in die Verantwortung zu nehmen. Für ihn stellt diese Reform einen entscheidenden Schritt für die Nachhaltigkeit der Perlenzucht in Polynesien dar.

Kritik und Bedenken

Die Gruppe Tahoera'a huiraatira äußerte hingegen Zweifel, unterstützte einige Bestimmungen, brachte jedoch auch Bedenken vor. Monique Richeton, Vertreterin der „orangenen Partei“, kritisierte insbesondere die Abschaffung der systematischen Perlenkontrolle, da dies ihrer Ansicht nach die Rückverfolgbarkeit der Produkte beeinträchtigen und die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors einschränken könnte. Sie warf der Regierung vor, den Handel mit Perlen einschränken zu wollen – ein Punkt, der intensive Diskussionen auslöste.

Stellungnahme der Wettbewerbsbehörde

Auch die Wettbewerbsbehörde äußerte Vorbehalte und wies auf mögliche Wettbewerbsverzerrungen hin, die durch den Text entstehen könnten. Der Minister für die blaue Wirtschaft, Teva Rohfritsch, verteidigte die Reform jedoch energisch und betonte, dass sie darauf abziele, die Perlenproduktion zu regulieren und gleichzeitig den gesamten Sektor zu unterstützen.

Abstimmung und Ausblick

Nach zweistündiger Debatte wurde der Gesetzesentwurf mit 29 Ja-Stimmen, 14 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen angenommen. Trotz der geäußerten Vorbehalte hat die Reform der Perlenzucht damit eine entscheidende Etappe überwunden und ebnet den Weg für eine strengere und transparentere Regulierung des Sektors in Französisch-Polynesien.

Dienstag 13 Dezember 2016

Reform der Perlenzucht in Polynesien: Regierung präzisiert ihre Position nach den Bemerkungen der Wettbewerbsbehörde


Die Wettbewerbsbehörde hatte auf mögliche Wettbewerbsverzerrungen hingewiesen und Empfehlungen zu bestimmten Bestimmungen des vom Land vorgeschlagenen Gesetzesentwurfs abgegeben. Hier folgt eine Zusammenfassung der Antworten des Ministers zu den wichtigsten Themen.

Konsultation und Fristen

Die Regierung rechtfertigt die relativ kurzen Fristen mit der Notwendigkeit, einen ausgereiften Gesetzesentwurf zur Konsultation vorzulegen. Sie betont die Bedeutung eines breiten Konsenses unter den Fachleuten und den gewählten Vertretern und begrüßt den schnellen Erhalt der Stellungnahme der Behörde trotz der zeitlichen Zwänge.

Ziele der Reform

Der Minister erinnert daran, dass das Hauptziel der Reform die Steuerung der Produktion und die Aufwertung der Tahiti-Perle ist, wobei der Umweltschutz und eine nachhaltige Entwicklung im Vordergrund stehen. Er hebt hervor, dass die bestehende Regulierung den Wertverfall der Perlen nicht gestoppt habe, und verweist auf die Verschlechterung der Lagunen, was Reformen für eine verantwortungsvollere Zukunft notwendig mache.

Wettbewerbsanalyse

Bezüglich der von der Behörde geäußerten Bedenken hinsichtlich Wettbewerbsverzerrungen stellt die Regierung klar, dass die neuen Regelungen die Ökologie ins Zentrum der Prioritäten stellen. Die Kriterien für die Erteilung administrativer Genehmigungen seien so gestaltet, dass sie die natürlichen Ressourcen und die Lagunen schützen und gleichzeitig Wettbewerbsverzerrungen möglichst gering halten.

Regelung der Berufe in der Perlenzucht

Der Minister erklärt, dass die vorgeschlagene Regelung den Sektor professionalisieren soll, insbesondere durch die Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit der Produkte, ohne dabei eine übermäßige Kontrolle der Handelsgeschäfte aufzuerlegen. Die Anforderungen sollen den Märkten und Käufern überlassen werden, um ein verantwortungsbewusstes und transparentes Management zu gewährleisten.

Einführung von Produktionsquoten

Die Regierung bedauert die unzureichende Kommunikation über die Regeln zur Festlegung der Quoten, die in den Anhörungen der Fachleute nicht ausreichend behandelt worden sei. Sie stellt klar, dass die Methode zur Berechnung dieser Quoten auf den belegten Flächen basiert und für alle Betriebe gleichermaßen gilt.

Überarbeitung der Qualitätsregeln

Die Regierung unterstützt die Nicht-Festschreibung der Perlenklassifikation im Gesetz, da diese Flexibilität eine bessere Anpassung an die Markterwartungen ermögliche. Sie schlägt außerdem die Einführung einer Kennzeichnung der Perlenprodukte vor, um die regionalen Besonderheiten anzuerkennen und die lokale Produktion besser aufzuwerten.

Neue Governance

Hinsichtlich der Governance betont die Regierung, dass die Zusammensetzung der Komitees ausgewogen sein wird, um eine Vertretung der verschiedenen Akteure des Sektors zu gewährleisten. Diese beratenden Komitees sollen objektive und transparente Entscheidungen sicherstellen. Der Perlenrat wird die Quoten vorschlagen, die anschließend per Beschluss des Ministerrats festgelegt werden.

Schlussfolgerung und Bemerkungen zur Behörde

Die Regierung bekräftigt, dass die Reform nicht darauf abzielt, die Regulierung zu verschärfen, sondern vielmehr darauf, den neuen Herausforderungen der nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung gerecht zu werden. Sie betont die Notwendigkeit, einen konstruktiven Dialog zwischen den Akteuren des Sektors wiederherzustellen, und schlägt die Einrichtung lokaler Instanzen vor, um diese Kommunikation zu stärken. Abschließend vertritt die Regierung die Auffassung, dass die Wettbewerbsbehörde ihre Zuständigkeit überschritten habe, indem sie sich zu Fragen des internationalen Handels und der Qualitätsstrategie geäußert habe – Bereiche, die nicht in ihren Aufgabenbereich fallen.

Samstag 10 Dezember 2016

Die Wettbewerbsbehörde kritisiert die Perlenzucht-Reform in Polynesien: Wettbewerbsverzerrungen angeprangert


In ihrer Mitteilung hebt die Behörde mehrere potenzielle Wettbewerbsverzerrungen hervor und gibt Empfehlungen ab, um diese Punkte zu korrigieren. Der Gesetzesentwurf wird an diesem Dienstag von den Abgeordneten der Versammlung geprüft, die sich mit den Auswirkungen dieser Gesetzesänderungen für den gesamten Perlenzuchtsektor befassen müssen.

Die Debatten in der Versammlung werden sich auf die Regelungen zur Produktion, zur Vermarktung von Perlen- und Perlmutterprodukten sowie auf die Zugangsbedingungen zum Sektor konzentrieren.

Die polynesische Wettbewerbsbehörde betonte in ihrer Analyse die Notwendigkeit einer früheren Konsultation und stellte klar, dass frühzeitige Gespräche eine gründlichere Untersuchung der wettbewerblichen Auswirkungen des Projekts ermöglicht hätten.

Besonders kritisch sieht sie einige Vorschläge des Gesetzes, darunter die Regulierung des Marktzugangs, die Produktionsquoten und die neuen Genehmigungsbedingungen für perlenwirtschaftliche Tätigkeiten.

Zu den wichtigsten Vorbehalten empfiehlt die Behörde, die Bestimmungen zu den ökologischen und bewirtschaftungsbezogenen Obergrenzen zu überarbeiten, da diese ihrer Ansicht nach den bestehenden Betreibern zugutekommen – zum Nachteil neuer Marktteilnehmer.

Darüber hinaus wurde das Nichtübermitteln der Durchführungsverordnungen als erheblicher Mangel angesehen, da dies die Auswirkungen der neuen Regeln auf den Wettbewerb unklar lasse.

Die Reform der Perlenzucht, einem Schlüsselsektor der polynesischen Wirtschaft, ist Gegenstand intensiver Debatten. Die Prüfung des Gesetzesentwurfs könnte daher zu Anpassungen führen, abhängig von den Diskussionen zwischen den verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Akteuren. Ziel bleibt es, einen wettbewerbsfähigen Perlenzuchtsektor sicherzustellen und gleichzeitig den ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen Französisch-Polynesiens gerecht zu werden.

Sonntag 23 Oktober 2016

Papeete: Das Erste Perlenforum Weist den Weg zu Strengerer Regulierung und einer Nachhaltigen Zukunft


Organisiert auf Initiative der Tahitian Pearl Association of French Polynesia (TPAFP), unter dem Vorsitz von Aline Baldassari-Bernard, und mit Unterstützung der CCISM und von Air Tahiti Nui, brachte diese Veranstaltung fast hundert Fachleute der Perlenbranche zusammen.

Während zweier intensiver Tage traten acht Referenten auf, um wesentliche Themen zu behandeln – von Forschung und Entwicklung über die sanitäre und ökologische Überwachung bis hin zum Perlenhandel. Der nordamerikanische Markt stand besonders im Mittelpunkt, dank der Teilnahme des renommierten amerikanischen Gemmologen Étienne Perret.

In seiner Abschlussrede stellte Teva Rohfritsch die Eckpunkte des Projekts zur Reform des Perlen-Sektors vor. Er betonte die Notwendigkeit einer verstärkten Regulierung der Produktion durch die Einführung nationaler Quoten, die Anpassung der Klassifikationen an internationale Standards, eine bessere Überwachung der Akteure der Branche sowie die Integration nachhaltiger Praktiken wie den Schutz der Lagunen und das Recycling von Abfällen.

Diese ehrgeizige Reform zielt darauf ab, die Perlenindustrie Französisch-Polynesiens zu modernisieren und gleichzeitig ihre Beständigkeit angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen zu sichern.

Das Perlenforum bot somit eine wertvolle Plattform für den Austausch, ermöglichte es den Fachleuten, Ideen zu teilen, neue Innovationsansätze zu erkunden und sich gemeinsam für den Aufbau einer nachhaltigen Zukunft der polynesischen Perlenindustrie zu engagieren.

Donnerstag 20 Oktober 2016

Ein Neuer Praxisleitfaden zur Unterstützung der polynesischen Perlenzüchter bei der nachhaltigen Nutzung der Perlauster


Dieses gemeinschaftliche Projekt, das in Zusammenarbeit mit zahlreichen wissenschaftlichen Partnern erarbeitet wurde, stellt einen bedeutenden Fortschritt bei der Weitergabe von Wissen an die Perlenzüchter dar.

Nabila Gaertner-Mazouni, Professorin für Meeresökologie an der Universität von Französisch-Polynesien und Mitglied der Unité Mixte de Recherche « Écosystèmes Insulaires Océaniens » (UMR-EIO), betont, dass das Ziel darin bestand, wissenschaftliche Erkenntnisse zu popularisieren, um sie zugänglich und direkt auf dem Feld anwendbar zu machen.

Das Ergebnis mehrjähriger Arbeit im Rahmen des Forschungsprogramms Polyperl, das von der französischen Forschungsförderungsagentur (ANR) finanziert wurde, würdigt dieser Leitfaden die kollektive Anstrengung und bietet den Perlenzüchtern, die eng in die Forschungsarbeit eingebunden waren, einen konkreten Nutzen.

Die Publikation, die aus rund dreißig praxisnahen Informationsblättern besteht, behandelt alle wesentlichen Aspekte der Perlenzucht: Vorstellung der Branche, administrative Schritte, um Produzent zu werden, Gesundheitsüberwachung, Sicherheit beim Tauchen, Abfallmanagement, Kollektage, Aufzucht der Perlaustern, das Greifen – eine Schlüsselphase der Perlenproduktion – sowie eine sozioökonomische Analyse des Sektors.

„Wir geben Empfehlungen und klären bestimmte regulatorische Punkte, ohne jemals Verpflichtungen aufzuerlegen“, betont Nabila Gaertner-Mazouni. Der Leitfaden richtet sich an alle Fachleute der Branche, wird demnächst auf den Inseln verteilt und an die Teilnehmer des Forums der Perle überreicht, das heute in der CCISM von Papeete eröffnet wurde.

Samstag 15 Oktober 2016

Polynesische Perlenzucht: Historische Reform zur Strukturierung der Produktion und zum Schutz der Lagunen


Das erklärte Ziel: die Produktion zu strukturieren, die Qualität der Perlen zu garantieren und ihre Rückverfolgbarkeit von der Brutstätte bis zum Export sicherzustellen.

Trotz eines Anstiegs der Produktion steht die Branche seit 25 Jahren vor einem Preisverfall, der fast 3 000 Arbeitsplätze bedroht. Ein Drittel der Betriebe hat in den letzten acht Jahren schließen müssen – ein deutliches Signal für die Dringlichkeit entschlossener Maßnahmen.

Quoten, Rückverfolgbarkeit und Schutz der Lagunen

Die Reform sieht die Einführung nationaler Produktionsquoten vor, die auf die einzelnen Betriebe verteilt werden. Die produzierten Perlen müssen registriert werden, und jede Überproduktion wird vom Verkauf ausgeschlossen, um sowohl die Gesundheit der Lagunen als auch den Wert des Produkts zu bewahren.

Teva Rohfritsch, Minister für die Blaue Wirtschaft, ordnet diese Initiative in eine Logik der nachhaltigen Entwicklung ein. Die Quoten sollen an die ökologischen Besonderheiten jeder Lagune angepasst werden, und die Bedingungen für die Nutzung des öffentlichen Raums werden verschärft, um die Wiederherstellung der Standorte und das Abfallmanagement vorzuschreiben.

Ende der Kategorie "Aussortierte Perlen"

Eine weitere Neuerung: Der Begriff der "abgelehnten Perlen" wird abgeschafft. Alle Perlen können nun verwertet werden, insbesondere in der Kunsthandwerks- und Schmuckbranche, ohne dass eine Mindestdicke der Perlmuttschicht vorgeschrieben ist – fakultative Zertifizierungen bleiben jedoch möglich.

Kampf gegen illegale Praktiken

Produzenten, Händler und Einzelhändler dürfen ihre Perlen nicht mehr ohne Genehmigung an Dritte weitergeben. Der Kauf von Nukleus wird streng überwacht, und Händler sind verpflichtet, ein Register zu führen.

Umsetzung ab Januar

Das Projekt wurde bereits vom Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrat genehmigt und wird der Versammlung zur Abstimmung vorgelegt, um ab Januar in Kraft zu treten. Als Resonanz auf diese historische Reform organisiert die Tahitian Pearl Association of French Polynesia am 20. und 21. Oktober im CCISM das Forum der Perle – einen öffentlichen Raum zum Austausch und zur Diskussion über die Zukunft der polynesischen Perlenzucht.

Freitag 3 Juni 2016

Umfassende Reform der polynesischen Perlenzucht: Abschaffung der obligatorischen Zertifizierung zugunsten von Produktionsquoten


Diese Umstrukturierung, die im kommenden Januar in Kraft tritt, markiert einen entscheidenden Wendepunkt für diese emblematische Industrie Französisch-Polynesiens.

Im Zentrum dieser Neugestaltung steht die Abschaffung des obligatorischen Zertifizierungssystems für Perlen, das von vielen Akteuren der Branche als „veraltet“ und „belastend“ angesehen wurde. Diese seit 2005 geltende Regelung wird durch ein System von Produktionsquoten ersetzt, das die Produktion besser regulieren und den Perlenzüchtern mehr Freiheit in ihren kommerziellen Strategien geben soll.

„Wir wollen mehr Perlen verkaufen können. Früher gab es strenge Kontrollen der Perlenschicht und des optischen Erscheinungsbildes, die wirklich belastend für Produzenten und Händler waren“, erklärt Aline Baldassari-Bernard, Präsidentin des Berufsverbands der Perlenproduzenten. „Diese Klassifizierung aus dem Jahr 2005 war völlig veraltet und nicht mehr tragbar.“

Diese Reform erfolgt in einem besorgniserregenden wirtschaftlichen Kontext für die Branche. Die neuesten Zahlen des Instituts für Statistik von Französisch-Polynesien zeigen einen drastischen Rückgang der Rohperlenexporte im April – ein Minus von 65 % im Wert – und unterstreichen die Dringlichkeit einer Restrukturierung.

Teva Rohfritsch, Minister für Perlenzucht, betont die Philosophie dieser Reform: „Der Geist des Textes ist die Verantwortungsübernahme durch die Akteure der Branche, mit einer Neupositionierung der Rolle der Verwaltung und derjenigen, die den Fachleuten zukommt.“ Er präzisiert jedoch, dass „die Möglichkeit einer kostenlosen Zertifizierung der Perlenschichtdicke durch die Direktion für Meeresressourcen“ für diejenigen bestehen bleibt, die dies als Verkaufsargument nutzen möchten.

Die Einführung von Quoten stellt die andere große Innovation dieser Reform dar. Diese Quoten, die von lokalen Ausschüssen verwaltet werden, ermöglichen nicht nur eine präzise Quantifizierung der Perlenproduktion – eine bislang unbekannte Größe – sondern auch die Integration von Umweltkriterien zum Schutz der Ressource.

Zu den weiteren Schlüsselmaßnahmen dieser regulatorischen Neugestaltung gehören die Professionalisierung der Branche mit der Einführung von Berufsausweisen, die Einrichtung eines Rückverfolgbarkeitssystems für Perlenprodukte sowie die Schaffung eines Perlenrats.

Der Gesetzentwurf muss noch mehrere Etappen durchlaufen, bevor er am 1. Januar in Kraft tritt: Fertigstellung des Textes, Vorlage im Ministerrat, anschließend Prüfung durch den Wirtschafts- und Sozialrat (CESC) und die Versammlung von Französisch-Polynesien. Die Fachleute der Branche zeigen sich jedoch zuversichtlich hinsichtlich des Ergebnisses dieses Prozesses und der erwarteten Vorteile dieser kontrollierten Liberalisierung.

Freitag 1 April 2016

Polynesien stellt seinen Plan zur Zertifizierung der Tahiti-Perlen vor, um den Weltmarkt zu erobern


Dieser Gesetzestext, der am Donnerstag den Berufsorganisationen der Branche vorgestellt wurde, sieht insbesondere die Einführung eines strengen Zertifizierungssystems vor, das in ein „Qualitätssiegel“ für die Tahiti-Perlen integriert wird.

Diese strategische Initiative wurde von den Akteuren der Branche bei einem Treffen unter Vorsitz des Regierungschefs von Polynesien und des Ministers für Blaue Wirtschaft positiv aufgenommen. „Alle sind sich einig, dass die Qualität der Tahiti-Zuchtperlen das vorrangige Kriterium sein muss, um dieses Produkt sowohl auf dem lokalen als auch auf dem internationalen Markt aufzuwerten“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung der Präsidentschaft.

In einem weltweiten Kontext zunehmenden Wettbewerbs erscheint diese Zertifizierung als ein wesentliches Instrument, um die polynesischen Perlen auf den internationalen Märkten zu differenzieren. Das erklärte Ziel ist dreifach: das prestigeträchtige Image der Tahiti-Perle wiederherzustellen, die Branche weiter zu professionalisieren und diesen für den Archipel entscheidenden Wirtschaftszweig effizient zu strukturieren.

Der Gesetzentwurf sieht außerdem die Einführung eines Quotensystems zur Regulierung der Produktion vor. Dieses Gesamtquotum, das vom Perlenrat vorgeschlagen wird, soll anschließend individuell aufgeteilt werden, basierend auf mehreren Kriterien: Umwelt- und Hygienestandards, Einhaltung bewährter Produktions- und Vermarktungspraktiken sowie regulatorische Konformität.

Dieses Vorhaben fügt sich in eine langfristige Vision einer nachhaltigen Entwicklung ein, die qualitative Anforderungen mit dem Schutz der natürlichen Ressourcen verbindet. Die Gespräche werden nächste Woche fortgesetzt, um die praktischen Modalitäten der Umsetzung dieses Systems zu verfeinern, das die polynesische Perlenlandschaft grundlegend verändern könnte.

Mittwoch 18 November 2015

Die Restrukturierung der tahitianischen Perlenbranche: Minister Rohfritsch stellt seine Strategie vor


Diese Initiative erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das weltweite Überangebot an Perlen weiterhin schwer auf die Erzeugerpreise drückt.

Nach einer Reihe von Konsultationen mit Fachleuten der Branche und den Bürgermeistern der produzierenden Gemeinden soll ein Gesetzesprojekt des Landes noch vor Jahresende der Versammlung vorgelegt werden. In diesem exklusiven Interview erläutert Minister Rohfritsch die Herausforderungen und die geplanten Maßnahmen.

Warum werden die Bürgermeister in die Diskussionen zur Wiederbelebung der Branche einbezogen?

"Es ist entscheidend, einen gemeinsamen Gesetzesentwurf zu haben, und die frühzeitige Beteiligung der Bürgermeister ist essenziell, um den Perlenpreis zu stabilisieren", erklärt der Minister. "Derzeit zeigt der Preis der Perlen keine Anzeichen einer Erholung, und es ist an der Zeit, dieses Problem entschlossen anzugehen. Die Bürgermeister vor Ort müssen die Hüter des Territoriums sein, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten."

Ist eine verstärkte Produktionskontrolle vorgesehen?

"In der Tat ist eine Verstärkung der Produktionskontrolle notwendig", bestätigt Rohfritsch. "Wir müssen die Bestände bei den Händlern und in den Lagunen kontrollieren. Alle Akteure müssen eine Produktionsquote einhalten."

Welche wirtschaftlichen Hebel werden zur Wiederbelebung der Perle in Betracht gezogen?

Der Minister betont, dass es "unerlässlich ist, das Angebot zu steuern, um den Preis der Perle wieder anzuheben." Er fügt hinzu: "Die Festlegung der Qualitätsstufen und deren Präsentation auf den internationalen Märkten in Zusammenarbeit mit den Fachleuten und Bürgermeistern ist von entscheidender Bedeutung. Wir wollen die Exportprozesse vereinfachen, indem wir die Produktion kontrollieren."

Wie sehen die Produktionszahlen für dieses und das nächste Jahr aus?

"Der Mangel an Transparenz in der Produktion ist ein zentrales Anliegen. Deshalb ist eine verstärkte Kontrolle notwendig", erklärt Rohfritsch. "Derzeit haben wir nur eine ungefähre Vorstellung von der Produktion, aber es ist entscheidend, genauere Informationen zu erhalten. Die Regulierung der Produktion durch den Perlenminister erfordert ein umfassendes Verständnis aller Aspekte."

Welche Auswirkungen hätte ein Anstieg des Perlenpreises?

"Im Falle eines Preisanstiegs der Perlen hoffen wir auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohlstand, insbesondere auf den Inseln", sagt der Minister überzeugt. "Es ist entscheidend, die Menschen zurück auf die Inseln zu bringen, denn nach dem Zusammenbruch des Perlenpreises sind viele nach Tahiti abgewandert oder haben andere Tätigkeiten aufgenommen. Die Perle ist ein französischer Schatz, und es ist zwingend notwendig, ihr ihren Wert zurückzugeben."

Liegt der Schwerpunkt mehr auf Qualität als auf Quantität?

"Ja, derzeit gibt es Diskussionen über Elemente wie die Dicke der Perlmutterschicht und visuelle Kriterien", präzisiert Rohfritsch. "Das Ziel ist es, das Produkt aufzuwerten, die Fachleute in die Verantwortung zu nehmen und ein nachhaltiges Qualitätslabel einzuführen. Auch die Idee geografischer Herkunftsbezeichnungen, wie zum Beispiel Perle von Rikitea, wird in Betracht gezogen."

Dienstag 25 November 2014

Rekordbeschlagnahme in Papeete: Über 190.000 geschmuggelte Perlen von den Zollbehörden entdeckt


In seiner Tasche fanden sie nicht weniger als neun Chargen loser Perlen mit einem Gewicht von 5,3 Kilogramm sowie vier Chargen Keishis mit insgesamt 460 Gramm. Da der Mann die Herkunft dieser wertvollen Waren nicht nachweisen konnte, verstieß er gegen die strengen Vorschriften, die die lokale Perlenbranche regeln.

Die Durchsuchung ging weiter, wobei 820.000 FCFP in bar entdeckt wurden, ordentlich in 10.000-FCFP-Scheinen gebündelt. Die Zollbeamten, die einen weit größeren Fall vermuteten, entschieden sich daraufhin, die Wohnung des Mannes zu durchsuchen. Dort folgte die große Überraschung: 327 Kilogramm Tahiti-Perlen, gelagert in Tresoren und auf Regalen – eine noch nie dagewesene Beschlagnahme in der Geschichte des Territoriums.

Der Mann, der sich als Produzent von Zuchtperlen ausgab, erwies sich als schwerer Rechtsbrecher. Der Bestand umfasste insbesondere Ausschussware, was einen direkten Verstoß gegen die geltenden Vorschriften darstellt, die den Ruf und die Qualität der Tahiti-Perlen schützen sollen. Laut ersten Schätzungen beläuft sich der Mindestwert dieses beschlagnahmten Schatzes auf rund 38 Millionen FCFP.

Der mutmaßliche Schmuggler droht nun mit einer Geldstrafe von 76 Millionen FCFP sowie einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Die Zollbehörden setzen ihre Ermittlungen fort, um die genaue Herkunft dieser Perlen und mögliche illegale Vertriebsnetze aufzudecken. Dieser spektakuläre Fall verdeutlicht die Bedeutung des Kampfes gegen Betrug in einem für Französisch-Polynesien sowohl strategisch wichtigen als auch fragilen Sektor.

Donnerstag 21 November 2013

Schließung der Maison de la Perle: Umstrukturierung und Entlassungen


Die Auflösung der Établissement public à caractère industriel et commercial (EPIC) ist für den 30. November 2013 vorgesehen. Diese Entscheidung führt zu einer umfassenden Umstrukturierung im Perlenbereich und zur Abschaffung der Einrichtung, die für die Förderung und den rechtlichen Schutz der Perle zuständig war.

Von den 12 Mitarbeitern der Maison de la Perle besitzt nur einer den Status eines abgeordneten Beamten, während die anderen 11, die nach privatem Arbeitsrecht beschäftigt sind, entlassen werden. Diese Ankündigung wurde von Nuihau Laurey, Vizepräsident der Regierung, bestätigt, der betonte, dass diese Schließung Teil eines Prozesses der „Rationalisierung des staatlichen Handelns“ sei und dass der Nutzen der Einrichtung nicht mehr gegeben sei. Laut ihm wurde ein großer Teil der Tätigkeiten der Maison de la Perle bereits von der Direktion für Meeresressourcen übernommen. Angesichts des mangelnden Enthusiasmus der Perlenzüchter und interner Umstrukturierungen beschloss die Regierung, diese Aufgaben an die Direktion für Meeresressourcen zu übertragen, was letztlich zur Schließung der Einrichtung führte.

Die 2009 gegründete Maison de la Perle hatte die Aufgabe, die Perle sowie perlenbezogene Produkte zu fördern und zu schützen, sowie die Sortierung, Klassifizierung und Bewertung der Perlenproduktion zu verwalten. Diese Schließung markiert einen Wendepunkt in der institutionellen Herangehensweise des Sektors und unterstreicht die Herausforderungen, mit denen die Tahiti-Perlenindustrie derzeit konfrontiert ist.

Samstag 10 August 2013

Maison de la Perle: Auflösung für Dezember 2013 Bestätigt, Offizielle Klarstellungen des Ministeriums


Entgegen kursierenden Informationen wird die Schließung der Einrichtung im Dezember 2013 und nicht im August erfolgen. Dieser zusätzliche Zeitraum gibt den Mitarbeitern fünf Monate Zeit, sich auf ihre berufliche Neuorientierung vorzubereiten.

Hinsichtlich des der Einrichtung für 2013 zugewiesenen Budgets beinhalten die angekündigten 735 Millionen CFP-Francs eine außerordentliche Subvention von 500 Millionen CFP. Dieser Betrag war ursprünglich für die Gründung der SEM Tahiti Pearl Consortium unter der vorherigen Verwaltung vorgesehen. Das Ministerium erinnert daran, dass die autonomistischen Gruppen Tahoeraa und A Ti’a Porinetia für die Auflösung dieser SEM gestimmt haben, die angesichts der aktuellen Haushaltszwänge des Landes als zu kostspielig erachtet wurde.

Derzeit beschäftigt die Maison de la Perle acht Mitarbeiter. Darunter befindet sich eine Person, die aus der Verwaltung abgeordnet wurde und bald in ihren ursprünglichen Dienst zurückkehren wird. Für die übrigen Mitarbeiter laufen Entlassungsverfahren, die strikt dem Arbeitsgesetz entsprechen werden, wobei besonderes Augenmerk auf eine menschlich respektvolle Abwicklung gelegt wird.

Das Ministerium betont seinen Willen, diesen Übergang unter Einhaltung der sozialen Regeln zu gestalten und würdigt das Engagement der Teams, die zum Ansehen der polynesischen Zuchtperle über diese Einrichtung beigetragen haben.

Donnerstag 8 August 2013

Maison de la Perle: Auflösung im Namen der Rationalisierung der öffentlichen Verwaltung


Diese Entscheidung, getragen vom Minister für Meeresressourcen, Tearii Alpha, wurde in einer kürzlich abgehaltenen Sitzung des Ministerrats bestätigt.

Die Einrichtung war mit der Förderung und dem rechtlichen Schutz der Tahitiperle betraut und hatte zudem die Aufgabe, die Perlenproduktion zu sortieren, zu klassifizieren und zu bewerten. Ein großer Teil der Fachleute der Branche hatte jedoch Vorbehalte hinsichtlich ihrer Wirksamkeit geäußert. Mit einem Jahresbudget zwischen 250 und 300 Millionen CFP-Francs – das 2013 auf 735 Millionen anstieg – wurde der Nutzen der Institution ernsthaft infrage gestellt.

Die Auflösung der Maison de la Perle ist Teil eines umfassenderen Bestrebens zur „Rationalisierung der öffentlichen Verwaltung“, erklärte Vizepräsident Nuihau Laurey. Er erinnerte daran, dass die Mehrheit der Aufgaben der Einrichtung zuvor von der Direktion für Meeresressourcen wahrgenommen wurde, die diese Missionen nun wieder übernehmen wird. In einem Kontext strenger Haushaltsdisziplin entschied sich die Regierung für diese Umstrukturierung, um die öffentlichen Ausgaben zu kontrollieren.

Der Vizepräsident kündigte außerdem an, dass derzeit weitere öffentliche Einrichtungen geprüft werden, um mögliche Einsparmaßnahmen umzusetzen. Drei Strukturen stehen dabei besonders im Fokus für eine mögliche Auflösung oder Teilprivatisierung. Die Exekutive beabsichtigt, diese Bestandsaufnahme bis Ende des Jahres im Rahmen des mit dem Staat diskutierten Wachstumspakts abzuschließen. Die Senkung der öffentlichen Ausgaben hat dabei höchste Priorität, und gezielte Privatisierungen könnten in Abhängigkeit von den Ergebnissen der laufenden Evaluierungen umgesetzt werden.

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