Dieser spektakuläre Anstieg ist das Ergebnis einer Kombination von Faktoren: einer kräftigen Erholung der internationalen Nachfrage und eines eingeschränkten Angebots, das eine direkte Folge der Gesundheitskrise ist.

Laut den Daten des Instituts für Statistik von Französisch-Polynesien (ISPF) hat sich der Durchschnittspreis pro Gramm innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt – von rund 300 auf 800 FCFP. Eine Entwicklung, die von den Fachleuten der Branche begrüßt wird, wie Loïc Wiart, Direktor von Poe Black Pearl, erklärt: „Das ist ein unerwartetes, aber sehr willkommenes Comeback.“

Während der Covid-19-Pandemie war die Tätigkeit der Perlenzüchter stark zurückgegangen, was zu einem Einbruch der Produktion führte. Während die Nachfrage in dieser Zeit moderat blieb, explodiert sie nun – just in dem Moment, in dem die verfügbaren Lagerbestände auf einem Tiefstand sind.

Die Branche freut sich über diese positive Entwicklung, bleibt jedoch vorsichtig. Denn der schnelle Preisanstieg könnte von einem abrupten Einbruch gefolgt werden, falls die Produktion zu stark anzieht. „Es besteht die Gefahr eines Jo-Jo-Effekts“, räumt Loïc Wiart ein, „aber die derzeitigen Engpässe – insbesondere der Mangel an Transplanteuren und Perlmutt – sollten eine Überproduktion kurzfristig verhindern.“

Dieser neue Aufschwung stellt eine einzigartige Chance dar, die polynesische Perlenindustrie neu zu beleben. Die Stabilität des Marktes wird jedoch von einer sorgfältigen Produktionssteuerung und möglichen regulatorischen Anpassungen abhängen, um eine neue Krise zu vermeiden.