Donnerstag 24 Dezember 2020
Die Herausforderung der Perlenzucht: Schutz der Lagunen, um die Perlenindustrie in Polynesien zu retten
Das Land kündigte seine Unterstützung für den Aufbau einer Rückführungs- und Entsorgungslogistik für Abfälle aus der Perlenzucht an, stellte jedoch klar, dass es sich nicht direkt an den Tauchaktionen zur Bergung der Abfälle beteiligen werde – diese Verantwortung liege bei den Perlenzüchtern.
Tearii Alpha, Minister für die Blaue Wirtschaft, erinnerte daran, dass die Perlenzüchter als Nutznießer der Perlenindustrie auch für die Qualität der Lagunen verantwortlich sind. Das Land versprach daher logistische Unterstützung für die Abfallkette, doch die Fachleute müssen den praktischen Teil der Unterwasserreinigung selbst übernehmen, um die Lagunen zu schützen und eine nachhaltige Entwicklung der Branche zu gewährleisten.
Die Frage der Lagunengesundheit wird zunehmend entscheidend für das Fortbestehen der Perlenzucht, zumal Umweltprobleme – insbesondere die Kontamination durch Mikroplastik – die Zukunft der Perlenmuschel gefährden. Die kürzlich geschaffenen Verwaltungskomitees werden die Aufgabe haben, die Situation zu überwachen und die Reinigungsaktionen der Lagunen zu koordinieren.
Das Land betonte außerdem die Notwendigkeit nachhaltiger Lösungen für das Abfallmanagement der Perlenzucht und fördert Transparenz in diesem Bereich. Tearii Alpha unterstrich die Dringlichkeit des Handelns und erinnerte an die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen, um Qualität und Transparenz in der Branche sicherzustellen.
Am Ende des Seminars wurden mehrere Entscheidungen getroffen, um die Regeln der Perlenzucht neu zu definieren: Einfrieren der Konzessionen, Festlegung eines Vermarktungsquotas von 2 500 Perlen pro Hektar, um Überproduktion zu vermeiden, Förderung von Auktionen sowie Stärkung der lokalen Beschäftigung auf den Inseln. Diese Maßnahmen sollen im Rahmen einer bevorstehenden Regulierungsreform umgesetzt werden.
