Die neuesten Informationen ĂĽber die Perlenzucht auf Tahiti

Montag 21 Oktober 2019

Die Perle von Abu Dhabi: Ein neolithischer Schatz im Louvre Abu Dhabi


Die als „Perle von Abu Dhabi“ bekannte prähistorische Kostbarkeit, die als die älteste jemals entdeckte Perle gilt, wird ab dem 30. Oktober der Öffentlichkeit präsentiert, wie die Kulturbehörden des Emirats mitteilen.

Die Perle wurde auf der Insel Marawah vor der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate von einem Archäologenteam ausgegraben und gehört nun zum Zayed National Museum. Sie zeugt von Perlenpraktiken, die bis in die Jungsteinzeit zurückreichen. Radiokohlenstoffdatierungen bestätigen, dass ihre Entstehung zwischen 5 600 und 5 800 v. Chr. liegt.

Die Besucher können diese uralte Perle im Rahmen der Ausstellung „10 000 Jahre Luxus“ bewundern – zusammen mit 350 weiteren symbolträchtigen Objekten, die von renommierten französischen Museen ausgeliehen wurden. Die Ausstellung findet vom 30. Oktober bis zum 18. Februar unter der berühmten Kuppel des Museums statt.

Für Mohammed Khalifa al-Moubarak, Leiter des Departments für Kultur und Tourismus von Abu Dhabi, veranschaulicht diese Entdeckung die tiefen kulturellen und wirtschaftlichen Wurzeln des Golfs – lange vor dem Aufkommen von Erdöl oder Zuchtperlen.

Experten gehen davon aus, dass diese antiken Perlen als Tauschmittel mit Mesopotamien dienten, insbesondere gegen Keramik, oder als prestigeträchtiger Schmuck getragen wurden. Die Perlenindustrie, die im Golf einst florierte, erlebte ihren Höhepunkt, bevor sie in den 1930er-Jahren mit dem Aufkommen der Zuchtperlen und der ersten Ölförderung zurückging.

Mit dieser Ausstellung lädt der Louvre Abu Dhabi zu einer Neubewertung des Begriffs Luxus ein, die über zehntausend Jahre Geschichte hinweg reicht – und deren strahlender Höhepunkt die Perle von Abu Dhabi ist.

Perle d'Abou Dhabi

Perle d'Abou Dhabi

Freitag 4 Oktober 2019

Auf Entdeckung der Meeresschätze: Das Ifremer öffnet seine Türen für die Öffentlichkeit in Vairao


Eine faszinierende Gelegenheit, hinter die Kulissen der polynesischen Meeresforschung zu blicken und die innovativen Arbeiten des Instituts zur Perlauster, zur blauen Garnele, zum Paraha Peue, zu den Riesenmuscheln und vielen weiteren Meeresressourcen kennenzulernen.

Als Weltmarktführer in der Erforschung der Perlauster übertrifft das französische Institut für Meeresforschung sogar die australischen, chinesischen und japanischen Referenzen. „Unsere Publikationen strahlen international aus“, sagt stolz Gilles Le Moullac, Leiter der Abteilung für Meeresressourcen. „Wir arbeiten mit Forschern aus der ganzen Welt zusammen, und unser Einfluss wird in den renommiertesten wissenschaftlichen Fachzeitschriften anerkannt.“

Über die Perlenzucht hinaus zeichnet sich das Ifremer in zahlreichen Schlüsselbereichen aus: Zucht der blauen Garnele, Untersuchung des Paraha Peue, Analyse der Riesenmuscheln im Kontext des Klimawandels und vieles mehr. Ein Tag, um mit Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen und die Geheimnisse der polynesischen Lagunen zu erkunden.

Praktische Informationen: Der Eintritt ist frei, von 8:30 bis 15:00 Uhr, in Vairao (PK 13 von Taravao, Meerseite). Vor Ort weist ein großes Schild auf das Institut hin. Zahlreiche Workshops werden vom Ifremer, der Direction des Ressources Marines und dem IRSN organisiert. Kinder können an einer lehrreichen Schatzsuche teilnehmen, bei der es Preise zu gewinnen gibt.

Ifremer in Kürze: Gegründet 1972 unter dem Namen CNEXO, fusionierte das Institut 1984 zum heutigen Ifremer. Heute führt es landesweit führende ozeanische Forschungsarbeiten durch und ist in Polynesien insbesondere in der Aquakultur aktiv: Perlen, Fische, Garnelen. Mit 36 festen Mitarbeitern, Freiwilligen im Zivildienst und Doktoranden arbeitet es eng mit dem Criobe, der Universität, dem IRD und dem Institut Malardé zusammen.

Ein greifbarer Einfluss auf den Alltag:
• Die blaue Garnele: Ergebnis von 20 Jahren Forschung in den 1980er-Jahren, heute vom Land durch ein Genreservat gesichert.
• Der Paraha Peue: Eine Art, die vom Ifremer genau überwacht wird, um ihre Fortpflanzung zu steuern und eine mysteriöse Krankheit zu erforschen.
• Die Perlauster: Seit den 1980er-Jahren spielt Ifremer eine entscheidende Rolle beim Verständnis dieser symbolträchtigen Art und erleichtert die Planung von Perlenfarmen und die Vergabe von Konzessionen.
• Algenblüten: Besorgniserregende Phänomene, die seit sechs Jahren auftreten und manchmal tödlich für die Austern sind. Ifremer arbeitet eng mit dem Institut Malardé zusammen, um ihre Ursachen zu erforschen.
• Die Riesenmuschel: In Zusammenarbeit mit der UPF wird seit viereinhalb Jahren untersucht, wie sich der Klimawandel auf diese Schlüsselart der Riffe auswirkt.

Mit vier Jahrzehnten Engagement ist das Ifremer heute eine tragende Säule der angewandten Forschung in Polynesien und beleuchtet die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen unserer Lagunen.

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