Mittwoch 27 Februar 2013
Das Tahiti Pearl Consortium auf der Suche nach privaten Aktionären: Eine von Unsicherheit und Widerständen geprägte Gründung
Während sie aktiv versucht, private Aktionäre zu gewinnen, um ihr Gesellschaftskapital von 590 Millionen Fcfp – von denen bereits 85 % vom Staat gehalten werden – zu vervollständigen, gelingt es der Initiative nur schwer, Vertrauen zu schaffen.
Bei einer kürzlich abgehaltenen Sitzung wurden von den Perlenzüchtern verschiedene Schwierigkeiten hervorgehoben. Zwar nahmen mehrere Fachleute an dem Treffen teil, doch das Kollektiv „Touche pas à ma perle“ hat bereits zum Boykott aufgerufen und damit seine Ablehnung deutlich gemacht. Das Fehlen eines klaren Businessplans und die mangelnde Transparenz über die Funktionsweise des TPC haben selbst bei den anwesenden Produzenten Besorgnis ausgelöst.
Franck Tehaamatai, ein einflussreicher Produzent, hat sein Engagement an mehrere Bedingungen geknüpft, darunter eine stärkere Vertretung der privaten Aktionäre im Verwaltungsrat. Außerdem forderte er die Umwandlung der SEM in eine SAS (Société par Actions Simplifiées), die mehrheitlich den Fachleuten der Branche gehören sollte.
Über die organisatorische Struktur hinaus äußerte Franck Tehaamatai Bedenken hinsichtlich des Gesellschaftszwecks der SEM, der als zu komplex angesehen wird. Er stellte auch die Erfahrung des Staates in solchen Projekten in Frage und betonte, dass die Fachleute der Perlenbranche, die die Realitäten vor Ort besser kennen, eine wichtigere Rolle spielen sollten.
Die Finanzierung der noch fehlenden 15 % Privatkapital, die für den Abschluss des Projekts erforderlich sind, bleibt ebenfalls ungewiss. Die Fachleute warten weiterhin auf Klarstellungen zum weiteren Vorgehen sowie auf einen Zeitplan, der festlegt, wie die notwendigen Mittel aufgebracht werden sollen. Der Weg zur vollständigen Realisierung des Tahiti Pearl Consortium scheint daher voller Hindernisse zu sein.
