Die neuesten Informationen ĂĽber die Perlenzucht auf Tahiti

Mittwoch 24 November 2004

Entwicklung der Brutstationstechniken fĂĽr Pinctada margaritifera und Anwendung dieser Methode auf Hawaii und in Mikronesien


Die ersten Farmen in der Region stĂĽtzten sich auf das Sammeln von erwachsenen Austern und Jungtieren auf den Riffen. Dieser Ansatz scheiterte jedoch schnell aufgrund unzureichender natĂĽrlicher Ressourcen.

Die ersten Brutstationen und ihre Schwierigkeiten

Eine private Brutstation war von 1998 bis 2001 in Majuro (Marshallinseln) in Betrieb und versorgte vorübergehend zwei kommerzielle Perlenfarmen. Technische Probleme – sowohl in der Brutstation als auch in der Nährstation – führten jedoch bald zu ihrem Scheitern.

Nach diesem Misserfolg richteten die Regierungen der Föderierten Staaten von Mikronesien und der Marshallinseln drei Brutstationen unterschiedlicher Größe und Zielsetzung ein, von denen einige Forschungszwecken dienen. Diese Brutstationen befinden sich an der School of Agriculture and Business of Ponape (College of Micronesia – Land Grant Program), am College of the Marshall Islands (Majuro) und in Kailua-Kona, wo noch heute eine kommerzielle und experimentelle Einrichtung betrieben wird. Eine weitere, ausschließlich der Forschung gewidmete Brutstation befindet sich an der University of Hawaii-Hilo.

Die Schwierigkeiten liegen nicht nur in der Infrastruktur oder der Grundtechnik, sondern auch in der Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit der Produktion.

Die Collaborative Alliance: eine kollektive Antwort

Um diese Probleme zu überwinden, hat die Collaborative Alliance – ein Netzwerk von Aquakulturfachleuten – ein Projekt mit dem Titel „Bridging the Gaps to Ensure the Viability of Small-Scale Tropical Mariculture Enterprises in Hawaii and the U.S.-Affiliated Islands“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Brutstationstechniken auf regionaler Ebene zu analysieren und die wichtigsten Hindernisse für den Produktionserfolg zu identifizieren.

Die Projektpartner fĂĽhren parallel Forschungsarbeiten durch, um neue Methoden zu entwickeln, die die bestehenden Probleme ĂĽberwinden sollen.

Eine nun funktionierende, aber noch verbesserungsfähige Technik

Die Grundtechnik für die Brutstation von Pinctada margaritifera ist mittlerweile beherrscht und unterstützt die Entwicklung der Perlenzucht im Pazifik. Dennoch bestehen weiterhin Hindernisse: Die Forscher arbeiten daran, die Methoden der Larvenaufzucht und der Nährstationen zu verbessern, um die Rentabilität und Zuverlässigkeit der Produktion zu steigern.

Darüber hinaus wird die Saisonalität der Fortpflanzung der Schwarzlipp-Austern untersucht, um die Einleitung der Laichvorgänge verlässlicher zu machen.

Biologische und wirtschaftliche Herausforderungen

Die Metamorphose der Austern bleibt ein langwieriger und unvorhersehbarer Prozess, während frühe Mortalitäten sporadisch und noch unzureichend verstanden sind. Die Nährphase erfordert einen hohen Arbeitsaufwand und ist mit erheblichen Verlusten behaftet, insbesondere durch die Prädation durch Cymatium-Schnecken.

Die Forscher untersuchen derzeit Lösungen zur Verbesserung der Aufzucht sowohl im Meer als auch an Land. Parallel dazu wird eine bioökonomische Analyse der Farmen und Brutstationen in Mikronesien durchgeführt, um die Kostenwirksamkeit jeder Produktionsstufe – von der Brutstation bis zur Nährstation – zu bewerten. Die ersten Ergebnisse dieser Arbeiten sollen in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht werden.

Montag 1 November 2004

Fortschritte beim Aufbau einer Perlenzuchtindustrie in Kiribati im Zentralpazifik


Dieses Projekt ging von zwei wesentlichen Beobachtungen aus: dem Mangel an exportierbaren Produkten im Archipel und dem überzeugenden Beispiel des Erfolgs der Perlenzucht in der östlichen Polynesien. Die Initiative wurde durch das Australian Centre for International Agricultural Research (ACIAR) finanziert.

Errichtung einer Brut- und Nährstation

Die ersten Studien auf den Gilbertinseln zeigten eine sehr geringe Präsenz von Pinctada margaritifera, der Schwarzlipp-Perlauster, die durch eine schwache natürliche Rekrutierung der Jungtiere noch verschärft wurde. Diese Erkenntnis veranlasste die Forscher, eine Produktion in der Brutstation zu bevorzugen, um die Entwicklung der Perlenzuchtbranche zu ermöglichen.

1995 wurde auf der Insel Tarawa eine Brutstation eingerichtet, ergänzt durch eine Nährstation auf der benachbarten Insel Abaiang. Diese Anlagen wurden im Laufe der Jahre erheblich ausgebaut. Heute produziert die Brutstation regelmäßig große Mengen an Jungtieren: Im ersten Halbjahr 2003 wurden in zwei Produktionszyklen insgesamt 6,1 Millionen Jungtiere gewonnen.

Die Überlebensrate der Larven ist besonders hoch und liegt während der Aufzucht in der Regel zwischen 30 und 50 %. Die Nähr- und Aufzuchtanlagen können nun fast 80.000 Austern – sowohl Jungtiere als auch Erwachsene – beherbergen und dienen gleichzeitig als Demonstrationsfarm für die Ausbildung des Personals.

Erste Ernten und Projektausweitung

Im Jahr 2001 wurde in Abaiang eine erste experimentelle Besetzung durchgefĂĽhrt, mit einer ersten Perlen-Ernte im Jahr 2003. Eine zweite Besetzung von 10.000 Austern wurde im August 2003 durchgefĂĽhrt.

Die Projektaktivitäten wurden seitdem auf neue Standorte in der Lagune von Abaiang und auf andere Inseln der Gilbert-Gruppe ausgeweitet.

Ein strukturierender Entwicklungsplan

Das Wachstum der Perlenzucht in Kiribati soll durch die Ausarbeitung eines umfassenden Entwicklungsplans und die Einrichtung eines Koordinierungsausschusses für die Perlauster gestärkt werden. Dieser Plan wird als Rahmen für die Branche dienen, die lokale Bevölkerung einbinden und die technischen wie auch politischen Aspekte ihrer Entwicklung integrieren.

Der Ausschuss, der die betroffenen Ministerien und verschiedene Institutionen vereint, wird die Regierung zu den MaĂźnahmen beraten, die zur UnterstĂĽtzung und Strukturierung dieser neuen Branche erforderlich sind.

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