Skaleneffekte in der Perlenzucht in Französisch-Polynesien
Von Sandrine, Mittwoch 1 September 2004 um 16:13 :: Wirtschaft
Auswirkungen der Betriebsgröße auf die Produktionskosten
Eine Umfrage unter 40 Perlenfarmen in Französisch-Polynesien zeigt erhebliche Unterschiede bei den Produktionskosten. Die durchschnittlichen Herstellungskosten pro Perle sinken mit zunehmender Betriebsgröße.
Bei kleinen Farmen (weniger als 25.000 Austern) sind die durchschnittlichen Produktionskosten pro Perle doppelt so hoch wie bei Farmen mit einem Bestand von mehr als 200.000 Austern. Die Skaleneffekte zeigen sich besonders deutlich, wenn die Farmen zwischen 25.000 und 100.000 Austern besitzen. Über dieser Schwelle hinaus werden die Produktivitätsgewinne weniger stark ausgeprägt.
Einfluss der Aufzuchtmethoden
Eine Regressionsanalyse identifizierte die Praktiken, die die Ausschussrate (Perlen ohne kommerziellen Wert) beeinflussen:
• Eine hohe Dichte von Austern an den Leinen und eine große Austerngröße zum Zeitpunkt der Besetzung erhöhen den Prozentsatz an Ausschuss.
• Im Gegensatz dazu verringert eine längere Verweildauer der besetzten Austern im Wasser und häufigeres Reinigen die Ausschussrate.
Faktoren, die den Verkaufspreis beeinflussen
Die Analyse hebt auch die Parameter hervor, die den durchschnittlichen Verkaufspreis der Perlen verbessern:
• Das Besetzen von größeren Austern ermöglicht die Gewinnung von höherwertigen Perlen.
• Eine niedrige Mortalitätsrate nach dem Besetzen trägt ebenfalls zu besserer Qualität und damit zu einem höheren Preis bei.
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