Seit Urzeiten ist Indien für die Schönheit seiner Naturperlen berühmt. Das Land verfügt über einen großen Reichtum an Perlaustern, insbesondere der Akoya-Auster (Pinctada fucata), die im Golf von Mannar, in der Palkbucht und im Golf von Kutch vorkommt.

Diese Art wird häufig mit Pinctada radiata verwechselt – eine weitverbreitete, aber falsche Annahme. Die Schwarzlipp-Perlauster (Pinctada margaritifera) hingegen ist in den Andamanen- und Nikobareninseln beheimatet.

Die Anfänge der modernen Perlenzucht

Experimentelle Perlenzucht wurde in Indien erstmals Anfang der 1970er-Jahre versucht, auf Initiative des Central Marine Fisheries Research Institute (CMFRI) in seinem Zentrum in Tuticorin an der SĂĽdostkĂĽste des Landes.

1972 produzierte das CMFRI seine ersten Zuchtperlen und markierte damit den offiziellen Beginn dieser Industrie in Indien. In der Folge verfeinerte das Institut die Bruttechniken für die Aufzucht von P. fucata (1982) und später von P. margaritifera (1987).

Eine wachsende Branche

Sobald die Techniken der Meeresaufzucht und der Perlenproduktion standardisiert waren, begannen private Unternehmer und Dorfgemeinschaften entlang der indischen Küsten mit der Perlenzucht und eröffneten damit neue Möglichkeiten für eine echte lokale wirtschaftliche Entwicklung.

Neueste Innovationen

Diese Monographie zeichnet die Entwicklung der indischen Perlenzucht nach und hebt neuere Innovationen hervor, wie etwa die Entwicklung der Perlenzucht an Land, die die Produktion noch weiter diversifizieren könnte.